Mittwoch, 23. September 2009
Gestern erwähnte eine Kooperationspartnerin von mir, dass Bilder von Fotolia für Web-Anwendung nicht größer als 640x480 px sein dürfen. Das fand ich doch sehr verwunderlich - also hab ich nachgeschaut.
Und tatsächlich: in den Lizenzbestimmungen steht in einem unmöglichen Vertrags-möchte-gern-Deutsch, dass Bilder, unabhängig von der erworbenen Linzenz bzw. Auflösung nicht größer als 640 x 480 px dargestellt werden dürfen.
Jetzt wollte ich es genauer wissen und ich rief soeben die Fotolia-Hotline an. Die nette Dame bestätigte mir diese Klausel. Ich fragte dann noch nach, ob sich diese Klausel nur auf die vollformatige Darstellung bezieht, oder auch auf Bildausschnitte. Als Beispiel nannte ich den Fall, dass man für einen Header einen Bildausschnitt von 900 x 200 px anzeigt, natürlich noch mit Logo und Menüpunkten und ggf. weitern Effekten drauf.
Die Hotline sagte darauf, dass auch Bildauschnitte und weiter verarbeitet Ausschnitte nicht größer als 640 x 480 px sein dürften. Dies sei so, weil man einen unrechtmäßigen Download eines solchermaßen veröffentlichten Bildes verhindern wolle. Als Lösungsmöglichkeit wurde mir vorgeschlagen, dass ich das Bild in mehrere Teile splitte.
Auch wenn diese Lösung technisch möglich ist und damit den Lizenzvorschriften genüge getan wird, so ist das ja eigentlich vollkommen an der vorgeschobenen Sache vorbei und furchtbar unpraktisch. Als WebDesigner möchte ich, dass ich eine einzige Headergrafik habe und nicht zwei.
Ich bezweifle, dass irgend jemand meinen Header herunterlädt, um dann mühsam das Logo etc. heraus zu retouchieren, nur um die 2 € bei Fotolia zu sparen.
In der Konsequenz muß das für mich bedeuten, dass ich Bilder von Fotolia fortan nur noch für Drucksachen benutze. Für das Web werde ich mir einen andere Bildagentur suchen müssen...
Irgend welche Vorschläge? Ideen? Erfahrungen?
Freitag, 21. August 2009
Es kommt anscheinend immer mehr in Mode, Online-Werbung auf den einzelnen Nutzer und seine Interessen abzustimmen. Und das nicht nur bezogen auf eine einzelne Website, sondern global für alle Seiten, die der Nutzer besucht.
Google nennt diese Feature "Interessenbezogene Anzeigeneinstellung" und viele Onlinevermarkter und Adservices sind dabei, diesen Service auch bei sich zu implementieren.
Ich habe in meinem Google-AdSense Konto dieses Feature absichtlich deaktiviert, weil ich das Konzept für völlig kontraproduktiv erachte.
"Werbung mit Nutzertargeting kontraproduktiv" vollständig lesen
Immer wieder treffe ich in Artikeln, Foren- und Blogbeiträgen auf ein für mich sehr merkwürdig anmutendes Kriterium der Konkurrenzanalyse: ob ein Keyword stark umkämpft ist, wird daran festgemacht, wie viele Suchergebnisse die Suche bei Google ergibt.
Dabei müßte doch jedem klar sein, dass kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Verwendungshäufigkeit und Konkurrenzsituation bestehen muß.
Genauer gesagt: ein Wort das häufig verwendet wird und damit massig Ergebnisse bei Google ergibt, muß noch lange nicht bzgl. der Rankings umkämpft sein. Und anders herum kann ein Wort, dass nur wenig verwendet wird durchaus sehr hart umkämpft sein.
Beispiel gefällig? Bei einer Suche nach "Kredit" liefert Google 17.900.000 Ergebnisse und "Krankenversicherung " bringt 5.790.000 auf die Wage. Diese Zahlen sind recht schwach, wenn man sie mit anderen vergleicht: "Handy" 99.600.000 und das schnöde Wort "später" 39.400.000.
Würde man der Verknüpfung Suchergebnisanzahl - Konkurrenz glauben schenken, so müßte die Konkurrenz für die Keywords "Kredit" und "Krankenversicherung" nicht sonderlich groß sein. Traditionell gehören aber alle Suchbegriffe, die mit Geld und Versicherungen zu tun haben zu den am stärksten umkämpften Keywords überhaupt.
Die Suchergebnisanzahl sagt mir, ob ich mich in einer Nische oder einem Massenmarkt befinde. Aber dass ich mich in einer Nische befinde, bedeutet nicht gleich, dass ich dort leichtes Spiel mit einer Suchmaschinenoptimierung habe.
Wer die Konkurrenz bzlg. eines Keywords abschätzen möchte, der kommt nicht drum herum, in die Materie und die Suchergebnisse tiefer einzusteigen. Hier ist eine genaue Analyse jeder einzelnen Top10 Seite gefragt und die Ergebnisse dieser Analysen müssen dann als Gesamtbild bewertet werden.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Wie vor wenigen Tagen berichtet hat Microsoft nun seine neue Suchmaschine Bing gestartet.
Entgegen meiner Erwartungen hat Feinstweich doch so einiges in Sachen Usability gelernt oder... sie haben abgekupfert. Die Startseite ist schick und übersichtlich, innovativ, gefällt selbst einem Puristen wie mir. Gibt man aber einen Suchbegriff ein, so werden die Ergebnisse zwar sehr schön präsentiert, aber die Unterschiede zur Google-Ergebnisanzeige sind marginal.
Bei der Top-Navigation mußt man gegenüber Google ein paar Menüpunkte vertauschen, damit nicht auffällt, dass das Menü fast vollständig identisch ist. Selbst die Farben hat man an vielen Stellen von Google übernommen. Offensichtlich war Feinstweich nicht mutig genug, ein eigenständiges Konzept zu erarbeiten und vorzustellen. Lieber auf Nummer sicher gehen und kopieren. Schade.
Ein guter Ansatz ist die Anzeige von verwandten Suchbegriffen in der Linken Spalte neben den Suchergebnisse. Google zeigt sie unterhalb der Suchergebnisse an.
Letztlich muß sich Bing aber nicht am Design messen lassen, sondern an der Qualität der Suchergebnisse. Ich habe da einige verglichen und es fällt unter anderem der Unterschied auf, dass bei einer Suche nach allgemeinen Begriffen wie Dessous oder Tee eher keine Shops, sondern informative Seiten angezeigt werden. Will man Shops finden, muß man Dessous kaufen oder Tee bestellen eingeben. Das könnte gar nicht mal so unpraktisch sein.
Um ein genaues Bild von Bing zu erhalten, muß ich es noch eingehender testen. Da muß der tägliche Einsatz zeigen, ob die Ergebnisse im Nutzen besser, schlechter oder gleich Google sind.
Freitag, 29. Mai 2009
Feinstweich stellt seine neue Suchmaschine mit dem - äh, merkwürdigen - Namen Bing am kommenden Mittwoch, dem 3. Juli vor. Bing soll die bisherige Windows Live Search vollständig ablösen.
Microsoft aka Feinstweich versucht damit einen neuen Angriff auf Google, um den Marktanteil von derzeit kläglichen 4,8 Prozent zu steigern. Erreichen will man das mit "Innovationen für die Internet-Suche" (Ballmer).
Microsoft-Managerin Dorothee Ritz erklärt diese grandiosen #hüstel Innovationen: "Bing ist keine Suchmaschine sondern eine Entscheidungsmaschine", das neue Startseiten-Design sei übersichtlicher, und für komplexe Suchanfragen etwa im Zuge einer Kaufentscheidung werden in die deutsche Suche künftig die Ergebnisse der Einkaufs-Site Ciao eingebunden.
Erstens: ich bin gespannt, was sich Feinstweich unter "übersichtlichem Startseiten-Design" vorstellt. Ich glaube kaum, dass man beim Meister der verkorsten Software das Google-Prinzip verstanden hat.
Zweitens: die "Entscheidungsmaschine" entpuppt sich also als Verwurstung der vor kurzem angekaufen Ciao-Inhalte. Das ist eine sehr einseitige Entscheidungshilfe. Aber so tickt halt Feinstweich.
Generell freue ich mich ja immer, wenn eine neue Suchmaschine auf den Plan tritt und dem Monopolisten Google die Stirn bietet. Aber zum einen verhält es sich zwischen Google und Feinstweich wie beim Teufel und dem Belzebub, und zum anderen glaube ich nicht, das Bing wirklich mal eine ernsthafte Konkurrenz wird.
Freitag, 27. März 2009
 Jaja, die Finanzkrise zieht Ihre Kreise und nun sind sogar schon Landeszentralbanken bei Ebay unter dem Hammer.
Spass beiseite: die unsinnige AdWords Anzeige ist das Resultat einer Unsitte, der Big Player wie Ebay und diverse Shopping- und Preisvergleichs-Portale nachgehen. Die sind nämlich stinke faul und sagen sich: "da man bei uns ja eh fast alles bekommt, schalten wir einfach mal pauschal für jedes Keyword eine Anzeige. Immer mit dem gleichen Text, nur das Keyword wird automatisch angepasst."
Das Ergebnis dieser Giekannen-Taktik sind aber nicht nur offensichtlich unsinnige AdWords-Anzeigen, sondern auch genervte Kunden. Denn nicht selten ist zwar die Anzeige zunächst sinnvoll, aber das beworbene Produkt dann nicht beim Anbieter zu haben, weil der eben nur fast alles verkauft. (BTW: verstößt diese irreführende Werbung nicht gegen das Wettbewerbsrecht?)
Das ist zum einen mal wieder ein Beleg für meine These, dass die größten Fische im Detail den schlechtesten Job machen, weil sie es sich leisten können.
Gießkannen-Taktik
Zum anderen erinnert es mich aber an so manchen Webmaster und Shop-Betreiber, der seine AdWords-Kampagne im Blindflug mit der Gießkannen-Taktik betreibt: zu allgemeine Keywords und Standard-Texte, die nicht an die entsprechenden Keywords angepasst sind. Die Folge sind hohe Kosten und niedrige Verkaufszahlen.
Dabei ist der Aufbau einer professionellen und effizienten Ebay-Kampagne nur eine Frage von ein wenig Know-How und ein paar Stunden Arbeit.
"Ebay, AdWords und die Landesbank" vollständig lesen
Mittwoch, 4. März 2009
 Seit kurzem bietet Google die Möglichkeit, seit AdSense Konto von der Währung Dollar auf EURO umzustellen. Das betrifft sowohl die Anzeige der Einnahmen, als auch die Auszahlung der Einnahmen. Die Währungseinstellung kann man nur einmal Ändern, also auch nicht wieder rückgängig machen.
Um die Währung ändern zu können, muß man erst neuen Nutzungsbedingungen zustimmen. Die wichtigsten Änderungen an den Nutzungsbedingungen sind:
1. Der Vertragspartner der Publisher ist nun Google Ireland Limited und nicht mehr Google Inc.
2. Die Währung für die Berichterstellung in den AdSense-Konten der Publisher wurde von US-Dollar auf Euro umgestellt.
3. Die neuen Nutzungsbedingungen stellen klar, dass es in der Verantwortung der Publisher liegt, vor Ort anfallende Steuern unter ihrer Gerichtsbarkeit zu begleichen. Google erstellt Mehrwertsteuer-Rückerstattungen ausschließlich für Publisher mit einer Adresse in Irland.
4. Zur Anwendung kommt nicht mehr das kalifornische sondern das englische bzw. das lokale Recht.
Die Auszahlungsgrenze verändert sich von 100 $ zu 70 €.
Montag, 2. März 2009
Da tipper ich grade einfach mal so aus Neugier ein paar URLs bei whois ein und stolpere über die "Related Links". Natürlich hab ich dann fix mal lousigerblick.de eingegeben und mir die Links dazu angeschaut. Dabei entdecke ich als Related Link Mayers Notizblog. Dabei kenn ich das garnicht!?
Mal ein bischen nachgeforscht: die Daten, die WHOIS da einblendet kommen alle von Alexa. Und in der Blogroll von Mayer stehen 2 Blogs, die auch in meiner sind. Und bei einem dieser Blogs stehen ich und Mayer in der Blogroll. Das bischen Linknähe scheint für Alexa zu reichen, mich als Related zu Mayer zu sehen.
Ich wußte gar nicht, dass Alexa Analysen in solcher Tiefe macht. Angesichts der David-Goliath-Relation von Alexa zu Google läßt da nur Erahnen, welche Erkenntnisse Google aus seinen Linkanalysen gewinnt...
Fazit: Es hat nichts mit Paranoia zu tun, wenn ein SEO sich intensive Gedanken bzgl. seiner Verlinkungen, insbesondere innerhalb seines eigenen Seitennetzwerks macht.
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