Telekom & Tele2 spielen Schwarzer Peter

Letzte Woche haben wir mit Tele2 und der Telekom herum telefoniert. Vorwärts sind wir aber nicht gekommen...
Stattdessen geht das Drama weiter.
Donnerstag abend habe ich bei der Telekom angerufen.

Genauer gesagt habe ich mit meinem 1. Anruf die Kunden-Hotline angerufen, hing 25min in der Warteschleife, um dann rausgeschmissen zu werden mit der Meldung "alle Leitungen belegt". Beim 2. Versuch hatte ich dann nach 9min jemanden vom Call-Center am anderen Ende, der mir sagte, das sei die falsche Hotline für mich. Ich bekam eine neue Hotline-Nummer.

Der 3. Anruf ging also an die neue Hotline. Nach 3 min meldete sich jemand. Nach einer kurzen Diskussion bekam ich endlich die Nummer für die Beschwerdestelle in Bonn. Das ist dann kein externes Callcenter mehr, sondern ein internes Callcenter der Telekom. Leider kann man bei der Beschwerde-Hotline nur zwischen 8 und 20h anrufen. Mittlerweile war es aber kurz vor 21h...

Freitag morgen rief ich dann direkt bei dieser Beschwerdestelle an (4. Anruf). Genauer gesagt ruft man die InHouse-Vermittlung an und sagt dem netten Herrn, dass man gerne mit der Beschwerdestelle verbunden werden würde.

Der Mitarbeiter der Beschwerdestelle war leider unfreundlich und legt nach kurzer Zeit einfach auf. Wohlgemerkt: ich war weder unhöflich, noch habe ich in angeschrien oder ähnliches. Ich habe im lediglich den Sachverhalt erläutert. Aber anscheinend hatte er keine Lust zu arbeiten...

Ich habe sofort wieder bei der InHouse-Vermittlung angerufen (5. Anruf). Diesmal ließ ich mich mit dem Chef der Beschwerdestelle verbinden. Naja, wollte ich. Stattdessen kam ich zu einer Mitarbeiterin eines speziellen Beschwerdestabes, die für hartnäckige Fälle wie mich zuständig ist.
Die Frau war sehr nett und hat sich kompetent und freundlich mit mir unterhalten und sich viel Zeit mit mir genommen.
Sie hat mir erklärt, dass sie mein Anlliegen zwar verstehe, aber dass ich keine rechtliche Handhabe gegenüber der Telekom habe und die Telekom auch nicht der richtige Ansprechpartner für uns ist. Denn wir haben ja einen Vertrag mit Tele2. Jedwelche Ansprüche und Beschwerden müssten wir an Tele2 richten. Tele2 kann dann an die Telekom herantreten. Rechtlich gesehen hat sie damit leider recht.
Natürlich behauptete sie auch, dass das Problem bei Tele2 und nicht bei der Telekom läge. ;-) Trotzdem wollte sie sich um unseren Fall kümmern und nahm unsere Kundendaten von Tele2 auf.

Da ich und meine Mitbewohner aber nicht darauf vertrauen wollte, dass die Telekom wirklich etwas unternimmt, oder dass das was ändern würde, riefen wir mal wieder bei Tele2 an. (6. Anruf)

Mittlerweile hatte sich herausgestellt, dass der Telekom-Mitarbeiter am Donnerstag zwar da war, allerdings bei der falschen (alten) Adresse. Es ließ sich nicht klären, ob dies die Schuld von Tele2 oder der Telekom war. Wie üblich schob man sich gegenseitig den schwarzen Peter zu.

Gütigerweise nannte uns Tele2 schließlich einen neuen Anschlusstermin: den 06.02.2008 (!)
Nein, das ließe sich nicht beschleunigen, weil das ja ein neuer Anschlussauftrag an die Telekom sei, und deren Arbeit könne man nicht beschleunigen.
Na super. Von Kundenservice kann also keine Rede sein.
Vorrausgesetzt wir werden tatsächlich am 6ten angeschlossen, dann hätte die Ausführung unseres DSL-Vertrags genau 3 Monate gedauert...

Nach den bisherigen Erfahrung kann ich mich aber nicht darauf verlassen - wer weiss, was wieder dazwischen kommt.
Der Zustand ist unhaltbar: Ich möchte endlich in meinem neuen Büro arbeiten können. Und zwar dann wann ich will. Zu jeder Tages und Nachtzeit. Solange ich will.

Deshalb habe ich schon am Freitag ein Datenkabel für mein Handy bestellt (13 EUR inkl. Versand). Heute ist es angekommen und ich habs auch schon getestet: ja es funktioniert. Und das obwohl es nicht original von Nokia ist. (Das Original-Kabel von Nokia hätte doppelt soviel gekostet.)
Soeben habe ich bei E-Plus die Internetflat bestellt. In maximal 48h soll die dann Verfügbar sein. Mit etwas Glück aber auch schon morgen.

Zum Thema Schadensersatz meinte die Tele2-Mitarbeiterin, dass laut den AGB der Anschluss für private Zwecke bestimmt sei. Man könne also nicht Verdienstausfall etc. geltend machen. Wir werden das eingehend prüfen. Und selbst wenn sich diese Behauptung als wahr herausstellen sollte, dann werden wir trotzdem einen bösen Brief an Tele2 schreiben....




    Kommentare
    #1 Sven am 01/28/08 um 06:28
    Leider stimmt das mit dem "privaten Zweck".
    #1.1 Stefan A. Böttcher am 01/28/08 um 08:59
    Hiho!

    Hm, ich bin mir da nicht ganz sicher. Hab mir vorhin die AGB angesehen. Da hab ich nichts von einer Beschränkung auf private Zwecke gefunden.

    Allerdings gibt es da eine Klausel, in der es um Schadensersatz geht. Die ist sehr verwirrend und undurchsichtig, aber sie sieht auf jeden Fall nicht gut aus...

    LG
    Ansgar.

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